BHP aktuell
Erstes Baby nach PID in Deutschland geboren
Nach einem Bericht des „Spiegel“ vom 27.01.2012 wurde im Universitätsklinikum Lübeck das erste Baby Deutschlands geboren, bei dem eine Präimplantationsdiagnostik (PID) zum Ausschluss eines einzelnen Genfehlers durchgeführt wurde. Das Thema war lange Zeit sehr intensiv diskutiert worden und die Abgeordneten des Bundestages hatten sich dann im Juli 2011 für eine neue Regelung zur PID ausgesprochen. In der Ausgabe Nummer 4 2011 der Fachzeitschrift heilpaedagogik.de (S. 34, „Auseinandersetzung mit Tiefgang“) war dazu ein Interview mit dem BHP Vorsitzenden Jean Paul Muller erschienen.
Weitere Informationen:
- Bericht im Spiegel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,811896,00.html
- Interview mit Jean Paul Muller, heilpaedagogik.de 4 2011:
( PDF-Datei, 616 KB)
Verabschiedung von Detlev H. Wolf
Am 31. Januar 2012 wird Detlef H. Wolf aus seinem aktiven Dienst am Evangelischen Fröbelseminar / Fachschule für Heilpädagogik in Kassel verabschiedet. Vorstand und Geschäftsstellenmitarbeiter des BHP wollen nicht versäumen, sich an dieser Stelle ganz herzlich beim für die vielen Jahre aktiver Zusammenarbeit zu bedanken und ihm einen erfüllten Ruhestand wünschen.
Für den BHP wird die stv. Geschäftsführerin Doris Albert an der Veranstaltung in Kassel teilnehmen.
BHP und DHG vereinbaren Fachaustausch
Am 20. Januar 2012 trafen sich die Vorstände des BHP und der Deutschen Heilpädagogischen Gesellschaft (DHG) zu einem Austausch über die Aktivitäten beider Verbände. Für die Zukunft vereinbarten BHP Vorsitzender Jean Paul Muller und die DHG Vorsitzende Monika Seifert eine engere Vernetzung bei der Bearbeitung anstehender Fachthemen.
Beratungsstelle für misshandelte Heimkinder in Berlin
Seit Donnerstag, dem 19. Januar 2012, gibt es im Berliner Stadtteil Friedenau eine Beratungsstelle für misshandelte Heimkinder. Diese soll Betroffenen ab sofort Begleitung bieten, wenn sie Hilfsleistungen für die Bewältigung ihrer gesundheitlichen Folgeschäden beantragen wollen. Ehemalige Heimkinder können die Entschädigungen bis Ende 2014 beantragen. Dafür stehen bundesweit ca. 120 Mio. Euro zur Verfügung.
„Wir haben ein riesiges Strukturproblem“
Unter diesem Titel hat der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, in einem Interview für die ZDF-Sendung „heute.de“ einen durchwachsenen Ausblick auf das Jahr 2012 gegeben. Im Focus seiner Aussagen standen dabei u.a. die Themen Kinderbetreuung sowie Eingliederungshilfe. Der Inhalt des Interviews ist auf der Seite von heute.de nachzulesen: → http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/25/0,3672,8440377,00.html
Inklusion - ein Thema in der LehrerInnenbildung
Am 21.12.2011 fand im Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln ein Expertenhearing zur schulischen Inklusion Behinderter statt. Eingebettet war dieses Expertenhearing in das Seminar „Vor- und Nachbereitung des erziehungswissenschaftlichen Orientierungspraktikums mit integriertem Praktikum.“Referent der Veranstaltung war der Inklusionsforscher Dr. Carsten Rensinghoff, Leiter des Dr. Carsten Rensinghoff Instituts - Institut für Praxisforschung, Beratung und Training bei Hirnschädigung - aus Witten. Dieser Auftaktveranstaltung folgt im ersten Quartal 2012 eine Zukunftswerkstatt zu einem inklusionsspezifischen Thema.
Fragebogenstudie der UK Erlangen
Das Universitätsklinikum Erlangen führt noch bis zum Frühjahr 2012 eine Fragebogenstudie zu den Folgen vorgeburtlicher Diagnostik auf das Leben von Kindern mit Down-Syndrom durch. Um herauszufinden und zu dokumentieren, welche Folgen die zunehmende Inanspruchnahme vorgeburtlicher genetischer Diagnostik für das Leben von Kindern mit Trisomie 21 hat, wurden im Rahmen einer Doktorarbeit zwei spezielle Fragebögen erstellt: Einer davon richtet sich an Frauen, die ein Kind mit Trisomie 21 trotz pränataler Diagnose geboren haben. Mit dieser Befragung soll untersucht werden, was eine im Blick auf das Leben des Kindes erfolgreiche Beratung im Schwangerschaftskonflikt kennzeichnet. Der andere Fragebogen ist für Frauen, bei denen wegen der pränatalen Diagnose des Down-Syndroms eine Abtreibung erfolgte. Diese Befragung soll helfen zu erkennen, welche Lebensumstände auf die Entscheidung im Schwangerschaftskonflikt besonderen Einfluss nehmen und wie die Beratung nach vorgeburtlichen Untersuchungen verbessert werden kann.
Weitere Informationen:
Fragebogenstudie (PDF-Datei, 30 KB)
Konferenz "Moralleistungen in der Erziehung: Liebe – Vernunft – Geduld“
Die Abteilung für Pädagogik und Psychologie der Theologischen Fakultät der Universität Szczecin veranstaltet am 30. - 31. Mai 2012 in Szczecin eine interdisziplinäre wissenschaftliche Konferenz zum Thema „Moralleistungen in der Erziehung: Liebe – Vernunft – Geduld“. Weitere Informationen zur Tagungsproblematik und Organisation finden Sie in den beistehenden Dokumenten. Anmeldeschluss ist der 25. März 2012.
Downloads:
46. Bundesfachtagung des BHP
„Heilpädagogische Diagnostik – Erkenntniswege zum Menschen“
Die 46. Bundesfachtagung des BHP findet vom 23.–25. November 2012 unter der Headline „Heilpädagogische Diagnostik – Erkenntniswege zum Menschen“ statt. Veranstaltungsort ist die Urania Berlin. Weitere Informationen sowie die Möglichkeiten zur Onlineanmeldung folgen demnächst unter www.heilpaedagogikwirkt.de.
Sitzung des Exekutivkomitees der IGhB vom 04. – 06. November in Utrecht
Das Exekutivkomitee der IGhB tagte mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Niederlanden, der Slowakei, der Schweiz, Luxemburg und Deutschland turnusmäßig in Utrecht.
Xavier Moonen, Präsident der IGhB, begrüßte die neuen Vertreterinnen aus der Schweiz und Deutschland in diesem Gremium und ging dabei auf die erfreuliche Tatsache ein, dass neue und jüngere Kolleginnen und Kollegen aus den Mitgliedsländern sich für die Idee europäischer Zusammenarbeit einsetzen und zur Mitarbeit in der IGhB bereit sind.
Die Klammer um diese Sitzung bildete die Inklusionsdebatte, die in allen Ländern geführt wird, aber nachvollziehbarer Weise auf unterschiedlichen Ebenen und in differenter Intensität sowohl in den Mitgliedsländern als auch in den berufsverbandlichen Organisationen.
Einigkeit besteht darüber, dass der Prozess der Inklusion von unserer Berufsgruppe kritisch wachsam beobachtet und begleitet werden muss. Eine Arbeitsaufgabe für 2012 ist, die Ist-Situation zum Stand der Inklusion in den Mitgliedsländern vergleichend zu sammeln. Eine gemeinsame Stellungnahme zur Inklusion auf der Basis der Leitlinien IGHB ist das Ziel.
Die neue Internetseite der IGhB: http://www.ighb.eu oder http://www.paedagogos.org
Sitzungstermine für 2012: 20. – 22. April, Berlin und 26. – 28. Oktober, Luxemburg
45. Bundesfachtagung 25.–27.11.2011, Berlin
Die 45. Bundesfachtagung des BHP ist in Berlin mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen: 811 Teilnehmer/-innen besuchten die dreitägige Veranstaltung mit hochkarätigen Fachvorträgen, Workshops und Gesprächsrunden. Viele Heillpädagogen/innen nutzten darüber hinaus die zahlreichen Gelegenheiten zur Netzwerkarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet sowie europäischen Nachbarstaaten.
Weitere Informationen unter → heilpaedagogikwirkt.de.
„Inklusion schafft Teilhabe“ – BHP Pressegespräch in Berlin
Auf dem Pressegespräch des Berufs- und Fachverbandes Heilpädagogik (BHP) e.V, hat sich der Verband klar für eine inklusive Gesellschaft als Lebensmodell der Zukunft ausgesprochen. Echte Teilhabe wird nur im gemeinsamen, gleichberechtigten Miteinander - Leben, Lernen und Arbeiten von Menschen mit und ohne Behinderungen - möglich sein. Der Pressetermin fand im Vorfeld der 45. Bundesfachtagung „!Gemeinsame Wege - Inklusion als Anspruch und Auftrag der Heilpädagogik“ in Berlin statt.
Weitere Pressestatements zur Bundesfachtagung finden Sie → hier.
Erfahrungsaustausch
Conduco e.V. lädt vom 4. – 8. Dezember 2011 zu einem Erfahrungsaustausch für Heilerziehungspfleger, Heilpädagogen, Erzieher, Sozialpädagogen, Lehrer, Eltern und Ehrenamtliche aus Polen und Deutschland nach Dresden ein.
Auf dem Programm stehen u.a.
- Diskussion über die Leitgedanken der Inklusion mit Schwerpunkt auf Bildung und Arbeitsmöglichkeiten
- Möglichkeiten des deutsch-polnischen Austausches für und mit Jugendlichen mit Behinderung
- Austausch über die Rolle und den Platz der Menschen mit Behinderung in den Gesellschaften von Polen und Deutschland
- Besuche von Schulen, Arbeitsprojekten und Einrichtungen der Behindertenhilfe
Gleichzeitig soll das Treffen eine Plattform bieten, um Kontakte für deutsch-polnischen Austausch für Menschen mit Behinderung zu knüpfen.
Die Eigenbeteiligung der Teilnehmer beträgt für Vollverpflegung bei Unterbringung im Doppelzimmer 20 €. Seminarort ist das Haus der Lebenshilfe Dresden e.V. : „Alte Schule Gohlis“, Ansprechpartnerin: Jadwiga Günther; conduco.info@yahoo.de; Telefon: 0173/8558857
Weitere Informationen als Download:
Treffen des Executiv Komitees der IGhB
Vom 4. – 6. November 2011 findet in Utrecht das nächste Treffen des Executiv Komitees der IGhB (Internationale Gesellschaft Heilpädagogischer Berufs- und Fachverbände) statt. Auf der Agenda der Veranstaltung stehen vor allem inhaltliche und organisatorische Aspekte der Arbeit im kommenden Jahr. Für den BHP nimmt die stv. Geschäftsführerin Doris Albert an dem Treffen teil.
BHP Qualitätssiegel „Zertifizierte Heilpädagogische Einrichtung“

Nordhausen: Mit dem BHP Qualitätssiegel „Zertifizierte Heilpädagogische Einrichtung“ wird nach erfolgreich durchlaufenem Verfahren nun auch das ‚Autismuszentrum Kleine Wege’ in Nordhausen /Thüringen ausgestattet sein. Das Vor-Ort-Audit dazu fand am 29. September statt. Das Zentrum ist mit seinem besonderen heilpädagogisch-therapeutischen Konzept bereits weit über die Grenzen von Thüringen hinaus bekannt. Die beiden Geschäftsführerinnen Yvette Schatz und Silke Schellbach leiten zudem eine umfassende Weiterbildung zum Thema Autismus bei der Europäischen Akademie des BHP.
Informationen zu dieser Weiterbildung und besonders auch zu den → Zertifizierungsmöglichkeiten durch die BHP Agentur finden Sie auf den verlinkten Seiten. (Weitere Zertifizierungsmöglichkeiten für Heilpädagoginnen und Heilpädagogen durch die BHP Agentur sind → hier beschrieben.)
Online-Handbuch: „Inklusion als Menschenrecht“
Im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung wurde das Online-Handbuch: "Inklusion als Menschenrecht" vorgestellt. Dieses virtuelle Handbuch – zu finden unter → http://www.inklusion-als-menschenrecht.de ist als Arbeitsmaterial wirklich sehr empfehlen!
Eine Fülle von Informationen, um sich selbst mit Inklusion auseinanderzusetzen und den Horizonot zu erweitern, aber auch Materialien (Arbeitsblätter, Arbeitshilfen, Rollen- und Planspiele, Texte...), um mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen zu arbeiten, werden sehr anschaulich und verständlich dargestellt.
Das Handbuch wird laufend weiterentwickelt und differenziert – Rückmeldung an die Verantwortlichen sind ausdrücklich erwünscht. Weiter wird es dazu auch Schulungen vom Deutschen Insititut für Menschenrechte und der Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft, den Trägern dieses Projektes geben, um sich als Multiplikator/in (z. B. Lehrer an Fachschulen, Dozenten an Fachhochschulen und andere Multiplikatoren) zu qualifizieren. Informationen dazu demnächst auch im Netz auf der Seite des Deutschen Instituts für Menschenrechte ( → www.institut-fuer-menschenrechte.de).
Impressionen vom Fachtag es BHP Berlin/Brandenburg am Samstag, den 24. September 2011 in der AWO - Berufliche Schule für Sozialwesen, Lübbenau

Am Samstag, 24. September 2011, fand an der AWO-Berufliche Schule für Sozialwesen der Fachtag der Landesgruppe Berlin/Brandenburg des BHP statt. Thema des Fachtags war: „Heilpädagogik – Begleitete Elternschaft – Inklusion. Gelingendes und Widerspenstiges im Alltag.“
Rund 70 Interessierte folgten der Einladung und hörten sowohl Herrn JProf. Dr. Erik Weber bei seinem Vortrag „Begleitete Elternschaft in einer inklusiven Gesellschaft – Spannungsfeld oder lebbare Normalität“ als auch Frau Mandy Köhlers Vortrag „Befähigung statt Bevormundung – Projekt Elternführerschein“ gespannt zu. Der Nachmittag war durch verschiedene Workshops und eine abschließende Podiumsrunde gestaltet. Zwei Workshops zeichneten sich dadurch aus, dass Expert/-innen in eigener Sache als Mitreferent/-innen fungierten.
Ausführlichere Informationen incl. der Hauptvorträge und Workshopergebnisse dazu → auf den Regionalen Seiten Berlin/Brandenburg.
Ministerielles Schreiben zu heilpädagogischen Leistungen in der Frühförderung
Das baden-württembergische Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren hat in Zusammenhang mit der sich in Arbeit befindenden Landesrahmenempfehlung zur Frühförderung ein Schreiben an die kommunalen Spitzenverbände Städtetag und Landkreistag zur Weitergabe an die Jugend- und Sozialämter herausgegeben. Das Ministerium in Baden-Württemberg hat erkannt, dass der Prüfungsmaßstab für heilpädagogische Leistungen für Kinder im Vorschulalter zwischen den einzelnen Kommunen unterschiedlich ist. Um Einheitlichkeit herzustellen und rechtliche Klarheit zu schaffen, begründet das Schreiben das Ziel der Vorschriften § 55 und § 56 SGB IX mit der Erbringung heilpädagogischer Leistungen für Kinder im Vorschulalter, unabhängig von Art, Ausmaß und Schwere der Behinderung. Das bedeutet auch, dass der Prüfungsmaßstab des § 53 SGB XII den Personenkreis anspruchberechtigter Kinder unrechtmäßigerweise verengt.
Der BHP begrüßt diese Einschätzung des Ministeriums und sieht darin eine Stärkung der Rechte von Klienten sowie eine deutlich verbesserte Handlungsfähigkeit von heilpädagogischen Leistungsanbietern. Das gesamte Schreiben finden Sie hier:
Download (PDF, 122 KB)
Redaktionsleitung heilpaedagogik.de im Amt bestätigt
Sybille Lenk, die langjährige ehrenamtliche Redaktionsleiterin der BHP Fachzeitschrift heilpaedagogik.de wurde auf der Sitzung des BHP Vorstandes am 17. September 2011 einstimmig in ihrem Amt bestätigt und wird dies auch im kommenden Jahr bekleiden. BHP Vorsitzender Jean Paul Muller bedankte sich bei ihr für die geleistete Arbeit und wünschte alles Gute für die Zukunft.
Berliner Gespräche zur Heilpädagogik
Am 16. September 2011 fand in der Bundesgeschäftsstelle des Berufs- und Fachverbandes Heilpädagogik eine weitere Veranstaltung der erfolgreichen Talkrunde ‚Berliner Gespräche zur Heilpädagogik’ statt. Unter dem Titel „Beschäftigungsverhältnisse für Heilpädagoginnen und Heilpädagogen in Berlin:
Bestandsaufnahme – Widrigkeiten – Perspektiven“ diskutierten Julia Kölver (Leitung FAM und Ambulante Hilfen GEFA Berlin), Lars Skribelka (Vertreter der Arbeitnehmerseite der GEFA Berlin), Frau Marlis Kubicki (Leiterin der Fachschule für Heilpädagogik Berlin-Pankow) sowie Prof. Dr. Monika Schumann (KHSB Berlin). Moderiert wurde die Veranstaltung durch die stv. BHP Geschäftsführerin Doris Albert. Im Focus Gesprächsrunde standen die Arbeitsmarktchancen, der Bedarf und nicht zuletzt die Kompetenzen von Heilpädagogen/innen in der Hauptstadt. Diese für die Gegenwart und Zukunft auszuloten, waren die Hauptanliegen des Berliner Gespräches, das dieses Mal im kleinen Kreis aber mit umso konstruktiverem Erfahrungs- und Meinungsaustausch stattfand. Die ‚Berliner Gespräche zur Heilpädagogik’ werden seit Jahren erfolgreich mit Verantwortlichen aus Politik, Verbänden und Organisationen zu aktuellen fach- und berufspolitischen Themen durchgeführt. Man darf heute schon auf die Veranstaltungen im kommenden Jahr gespannt sein.
Heilpädagogische Tageseinrichtungen im Wandel
Münster: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in NRW hat in Abstimmung mit den großen Träger mit zuständigen Jugendämtern eine Rahmenzielvereinbarung zur Weiterentwicklung von heilpädagogischen Tageseinrichtungen für Kinder getroffen. Sie sieht vor, dass sich die Tageseinrichtungen, die bisher ausschliesslich behinderte Kinder betreuen, öffnen sollen zur gemeinsamen Betreuung von behinderten und nichtbehinderten Kindern. Dieser Umbau betrifft etwa 30 heilpädagogische Kindertageseinrichtungen in Westfalen-Lippe. Der BHP wird zu den Eckpunkten des Umwandlungsprozesses Stellung nehmen und dabei besonders die Aufrechterhaltung eines hohen fachlichen Standards der den beeinträchtigten Kindern zukommenden Förderungs- und Eingliederungsleistungen einfordern. Der BHP unterstützt grundsätzlich alle Bemühungen von Kostenträgern und Leistungsanbietern, den Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention nachzukommen.
BHP in Expertenpool aufgenommen
Berlin: Der Fachausschuss Arbeit und Bildung beim Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen hat für seine Aufgaben den BHP in den Expertenpool des Ausschusses berufen. Als einer von vier Ausschüssen hat er die Aufgabe, die Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention fachlich zu begleiten. Angesiedelt ist das Ganze bei einer Koordinierungsstelle des Behindertenbeauftragten. Ein Inklusionsbeirat unter Vorsitz von Hubert Hüppe bündelt die Aktivitäten der Ausschüsse und begleitet den Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der Konvention. Federführend ist hier das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Überregionaler Fachtag in Lübbenau
Die Landesgruppe Berlin/Brandenburg des BHP veranstaltet am 24. September
2011 an der Beruflichen Schule für Sozialwesen in Lübbenau einen überregionalen Fachtag zum
Thema „Heilpädagogik – Begleitete Elternschaft – Inklusion – Gelingendes und
Widerspenstiges im Alltag“. (s. Pressemitteilung
(PDF, 30 KB)
Weitere Informationen dazu sind im Flyer zur Veranstaltung einsehbar. Dieser kann auf der → Seite der Landesgruppe Berlin/Brandenburg abgerufen werden. Teilnehmer aus anderen Landesgruppen sind auf der Veranstaltung herzlich willkommen!
Entscheidung zur PID gefallen
Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages haben gestern der neuen Regelung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) zugestimmt und damit eine Debatte beendet, die die Gemüter über einen langen Zeitraum erhitzt hatte.
Der BHP begrüßt, dass hier nun eine Entscheidung herbeigeführt wurde. Die Leidenschaft, mit der diese Diskussion in den vergangenen Monaten geführt wurde und die vielfältigen Argumente wie auch Sichtweisen, die dabei zum Tragen kamen, zeigen, dass Thema mit gleichermaßen viel Ernsthaftigkeit, Engagement und einem hohen Verantwortungsbewusstsein verfolgt wurde.
Die Frage, wie der Ausgang dieser Abstimmung zur PID zu beurteilen ist, wird ohnehin nur jeder für sich selbst nach bestem Wissen und Gewissen beantworten können. So wichtig es war, bei diesem gesellschaftlich brisanten Thema eine Entscheidung zu treffen, so wichtig wird es nun in Zukunft sein, auch weiterhin sehr verantwortlich in differenzierten Einzelfallenscheidungen damit umzugehen.
Die Zukunft muss immer noch der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung und deren Teilhabe in allen Lebensbereichen und nicht deren Vermeidung gehören.
In den nächsten Tagen finden Sie umfangreiche Materialien zu dieser Thematik im Bereich Service, Downloads, öffentlich, Bildungs- und Sozialpolitik.
Hinweis zur BHP Bundesfachtagung / Bankverbindung
Versehentlich ist im gerade versandten gedruckten Programmheft die Bankverbindung zur Überweisung des Tagungsbeitrages nicht aufgeführt worden. Zu Ihrer Information folgen Sie bitte dem nachstehenden Link auf die Webseite zur Bundesfachtagung 2011.
BHP an Ausbildungsstätten präsent
Fast geschlossen sind die Studierenden des Unterkurses der Evang. Fachschule für Heilpädagogik in Wuppertal in den BHP eingetreten. Auf Einladung der Dozentin Vera Knüppel (im Bild ganz links), stellte BHP Geschäftsführer Wolfgang van Gulijk den Verband vor und beantwortete die Fragen der Studierenden. Am Tag zuvor war er am Anna-Zillken Berufskolleg in Dortmund zu Gast, wo ebenfalls eine rege und offene Diskussion zu berufspolitischen Themen stattfand. Der Verband bietet allen interessierten Ausbildungsstätten in Deutschland kostenlose Informationsveranstaltungen an, in denen sich Studierende über die aktuelle Situation in den Handlungsfeldern, über Fragen der Berufseinmündung, der Tarifsituation für Heilpädagogen und vieles mehr informieren können.
Anfragen und Terminvereinbarungen unter info@heilpaedagogik.de oder telefonisch unter 030-40605060.
Erste Infoveranstaltung zum BHP QualifikationsPass
In die Berliner Geschäftsstelle des BHP hatte die Landesbeauftragte für Berlin und Brandenburg, Michaela Menth, am 10. Juni eingeladen. Interessierte Mitglieder konnten sich über den BHP QualifikationsPass informieren. Kai Raphael Timpe von der BHP GmbH stellte den Pass vor, mit dem sich Heilpädagoginnen und Heilpädagogen ihre Kompetenzen bescheinigen lassen können. Insbesondere die nach der Ausbildung durch Berufstätigkeit, Fortbildung und Verantwortungsübernahme erlangten Qualifikationen werden in dem Pass abgebildet. Die Teilnehmenden stellten interessierte Fragen und zeigten sich im Anschluss an die Veranstaltung überzeugt, dass der QualifikationsPass ein wichtiges Instrument darstellt, die Ergebnisse lebenslangen Lernens darzustellen und für Arbeitgeber transparent zu machen.
Nähere Infos und Anträge finden Sie unter www.bhpagentur.de
Fragen beantwortet gern Kai-R. Timpe, 030-40605060. kai.timpe@bhponline.de
„Lebenslanges Lernen –
Perspektiven und Chancen der Vernetzungen von formalem und informellem Lernen“
unter dieser Themenstellung diskutierten am Freitag, den 13. Mai 2011 beim Berliner Gespräch des BHP in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin
- Gerd Dielmann, Vertreter der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft ver.di, zuständig für Fragen der beruflichen Bildung der Gesundheitsberufe,
- Dr. Eberhard Funk, Wissenschaftlicher Referent im Deutschen Verein, verantwortlich für im Arbeitsfeld I: Planung, Steuerung und Qualifizierung der Sozialen Arbeit und der sozialen Dienste für die Themenbereiche Soziale Arbeit/Qualifizierung,
- Stefan Reinders, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschulleitung für Projektentwicklung der Kath. Hochschule für Sozialwesen, Berlin,
- Michaela Menth, Fachreferentin der Europäischen Akademie für Heilpädagogik (EAH) im BHP e.V. V. und
- Wolfgang van Gulijk, Geschäftsführer des Berufs- und Fachverbandes Heilpädagogik e.V.
Anlass dieses Berliner Gespräches war das 10jährige Bestehen der EAH, die den Weiterbildungsauftrag des BHP plant und umsetzt.
In der lebhaften Diskussionsrunde wurde der derzeitige Stand zur Umsetzung des DQR und seine Auswirkungen auf das Lebenslange Lernen von den Teilnehmenden der Runde aus ihrem Erfahrungshintergrund beleuchtet und durchaus auch kritisch hinterfragt. Es kam deutlich zum Ausdruck, dass die Anrechenbarkeiten/Vergleichbarkeiten von Elementen des Lebenslangen Lernen aus dem nonformalen oder sogar informellen Lernen noch immer nicht hinreichend möglich sind, da dazu noch Instrumente entwickelt werden müssen und es noch keine geeigneten Organisationsformen dazu gibt.
Auch die Frage von tariflichen Eingruppierungen aus diesen Bereichen ist nicht befriedigend gelöst – wenngleich die Einschätzung im Raum steht, dass Eingruppierungen nach den Niveaustufen des DQR über kurz oder lang Praxis sein könnten – obwohl die ursprüngliche Zielsetzung des DQR die Vergleichbarkeit von Niveaustufen ist und nicht deren tarifliche Vergütung.
Daran schließt sich ganz eng die Frage der Qualitätssicherung, von Professionalisierung kontra Entprofessionalisierung an – die dann – neben anderen – auch mit dem Publikum diskutiert wurde.
Eine Schlussfolgerung aus BHP Sicht zur dieser Diskussionsrunde ist die Erkenntnis, dass der BHP Qualifikationspass, mit dem Heilpädagoginnen und Heilpädagoginnen sich ihr persönliches Portfolio „bewerten“ lassen können, ein richtiger Schritt auf dem Weg der Dokumentation des individuellen Lebenslangen Lernens ist – ein Einschätzung, die von den Teilnehmern des Berliner Gespräches einhellig geteilt wird!
Informationen dazu unter: www.bhpagentur.de oder info@bhpagentur.de